Die Rauenschen Berge (auch Rauener Berge genannt)

sind benannt nach dem Ort Rauen in Brandenburg. Sie liegen südlich von Fürstenwalde/Spree und ihre höchste Erhebung ist 153 Meter hoch. Die Rauenschen Berge liegen in einer bewaldeten Landschaft und befinden sich südlich der Autobahn A 12 (von Berlin nach Frankfurt (Oder) und weiter nach Polen). Im Landkreis Oder-Spree ist nur der Hutberg noch höher. Bekannt sind die Rauenschen Berge vor allem für die Markgrafensteine.

Markgrafensteine

Bei den Markgrafensteinen handelt es sich um zwei Findlinge, welche während der Eiszeit mit dem Inlandeis aus Skandinavien kamen und sind in ihrer Art die größten Findlinge Europas. Sie sind ein beliebter Anziehungspunkt für Ausflügler und weit über die Region bekannt. Der große Markgrafenstein hatte einen Umfang von 29,5 Metern (jetzt nur noch 17 Meter). Aus einem Teil des Großen Markgrafensteins wurde im Auftrag des preußischen Königs unter Leitung des Baumeisters Johann Gottlieb Cantian eine Granitschale gefertigt, welche heute vor dem alten Nationalmuseum im Berliner Lustgarten steht. 1827/1828 wurden mehrere Scheiben des Steins mit Eisenkeilen und Steinspaltwerkzeugen abgespalten, wobei die äußerste Scheibe als Grundlage für den Steinernen Tisch und vier steinerne Bänke diente, die sich auf einem nahegelegenen Aussichtspunkt befinden. Aus dem Mittelstück wurde vor Ort grob eine 70 bis 80 Tonnen schwere Schale gefertigt. Zum Transport an die Spree wurde eine Trasse angelegt, die heute noch deutlich erkennbar ist. Die Schale wurde mit Hilfe von Holzrollen zur Spree transportiert und mit einem Lastkahn bis nach Berlin gebracht. Der Restblock blieb als Überbleibsel des Großen Markgrafensteins erhalten. Als ausgewiesene Naturdenkmale stehen die Steine unter Schutz.

Die Wehrkirche

Die evangelische Kirche stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhundert. Die Kirche diente durch ihre massive Bauweise als Zufluchtsort und Verteidigungbastion. Im Inneren befindet sich ein spätmittelalterlicher Taufstein und an der Ostwand der Kirche befinden sich vier Figuren aus der Zeit von 1480 bis 1490.

Scharmützelsee

Der Scharmützelsee ist der zweitgrößte See in Brandenburg. Er liegt zwischen Frankfurt (Oder) und Berlin, südlich von Fürstenwalde/Spree. Der See ist ein typischer Rinnensee, der seine Entstehung einer subglazialen Rinne während des Brandenburger Stadiums der Weichselkaltzeit verdankt. Er ist nach dem Schwielochsee der zweitgrößte natürliche See Brandenburgs und gehört wie dieser zu der über 200 Seen zählenden, eiszeitlich geformten Region im Einzugsgebiet von Spree und Dahme südöstlich von Berlin. Bei einem Besuch der damals noch kleinen Gutsdörfer Saarow und Pieskow im Jahr 1881 nannte der Dichter Theodor Fontane den See Märkisches Meer, ein Begriff, der heute noch gern in der Tourismuswerbung verwendet wird.